Liebe Podcast-Fans
Die verheerende Sturzflut in Nepal und Tibet, der Hitzesommer der Superlative in Europa, sechs Meter Gletschereis in Österreich, die in wenigen Monaten unwiederbringlich weggeschmolzen sind – dieser Sommer war geprägt von Bildern, die alle eine Ursache haben: den menschengemachten Klimawandel.
Kommt Ihnen da auch manchmal der Gedanke, der Planet wäre ohne uns besser dran? Und was würde nach uns kommen, wenn die Lebensgrundlagen für den Menschen zerstört sind – was bliebe an Spuren, Flora und Fauna?
Ich gebe zu: Ich bin in Endzeitstimmung. Wie gut, dass es Podcasts gibt, die solche "Was-wäre-wenn"-Szenarien durchspielen und wissenschaftlich einordnen – das macht die düsteren Gedanken gleich erträglicher.
Ein gutes Hörerlebnis wünscht
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ist Podcast-Autorin von Geschichts- und Storytellingformaten. Sie liebt tiefgründige Recherchen ebenso wie innovative Erzählweisen. Dafür findet sie Inspiration in allen Genres - von Kinderhörspiel über Interviews bis Reportageserien. Hauptsache gut erzählt.
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Welt ohne Menschen
Was passiert ohne uns mit der Erde?
Der Dreiteiler "Welt ohne Menschen" im Podcast-Feed von "IQ – Wissenschaft und Forschung" denkt einen Planeten ohne Menschen wissenschaftlich durch. Autorin Inga Pflug spricht mit Fachleuten aus Biologie, Ökologie und Artenforschung.
In Folge eins geht es um die Frage, wie die Erde aussähe, wenn der Homo sapiens sich nie durchgesetzt hätte. Es gäbe dann beispielsweise ziemlich große Säugetiere wie Waldelefanten in Europa, eine andere Pflanzenwelt und es wäre kälter. In der zweiten Folge lässt Inga Pflug den Menschen bis ins Mittelalter existieren und nimmt ihn dann um 1400 aus dem Spiel. Seine Spuren würden bleiben: Haus- und Nutztiere verwildern, ihre Verbreitung Ökosysteme, Wälder und Pflanzen verändern. Aber wie genau, kann auch die Wissenschaft nicht eindeutig sagen. In der dritten Folge verschwinden wir Menschen: morgen. Was passiert dann mit Städten, Beton, Atomkraftwerken, Plastikmüll, Haustieren, Wildtieren und der Erderwärmung? Ich war überrascht, wie viele und welche Prozesse noch über lange Zeit nach uns weiterlaufen würden. Klar ist: Die Erde würde nicht einfach in einen früheren Zustand zurückfallen – dafür ist unser Fußabdruck schon jetzt zu massiv.
Länge: 3 Folgen à 26 Min.
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Das Undenkbare
Könnte ein Asteroid die Erde treffen?
So leicht lässt sich die Menschheit allerdings nicht von der Erde entfernen – außer uns träfe ein Schicksal wie die Dinosaurier: ein Asteroideneinschlag. Der 80-jährige Astrophysiker Rudolf Albrecht arbeitet schon sein ganzes Leben daran, genau das zu verhindern. Er ist unter anderem Mitglied in der Delegation der European Astronomical Society im UN-Komitee für Bedrohungen aus dem Weltraum. Dabei geht es nicht nur um die Berechnung von Asteroidenbahnen, sondern auch um politische Szenarien: Würde die Weltgemeinschaft bei einer Bedrohung aus dem All zusammenhalten? Was, wenn ein Einschlag nur verlagert, aber nicht verhindert werden kann – wer entscheidet dann über den Ort und damit über das Schicksal der Menschen?
Spannend fand ich an der Folge: Schon die Nachricht einer möglichen Bedrohung könnte die Weltgemeinschaft ins Chaos stürzen – mit unmittelbaren Folgen für Wirtschaft, Börsen, Lieferketten und uns Menschen.
Länge: 37 Min.
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Lachlabor
Wann ist der Supermarkt leer gefuttert?
Wenn Versorgungsketten zusammenbrechen, hätten wir zumindest noch das, was aktuell im Supermarkt an Essen vorrätig ist. Diese Folge des "Lachlabors" reiht sich daher gut in die vorgenannten Gedankenexperimente ein. Ausgangspunkt ist in dem Fall natürlich eine spannende Kinderfrage: Wie viele Tage würde es dauern, alles Essbare aus einem Supermarkt aufzuessen?
Mischa und Tina holen sich Expertinnen dazu und rechnen los. Ich will nicht spoilern, aber sowohl die Dauer als auch die Zahl der Menschen, die man dafür bräuchte, haben mich ziemlich überrascht.
Länge: 26 Min.
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Quarks – Mal angenommen
Könnten wir auf US-Technologien verzichten?
Das letzte Gedankenspiel rückt wieder näher an unseren Alltag: Statt Weltuntergang geht es um Kurskorrektur. Könnten wir uns in Europa von den großen US-Techkonzernen unabhängig machen? Samira El Hattab und Julia Nestlen spielen das durch.
Die schlechte Nachricht: Wir sind fast überall von Microsoft, & Co. abhängig – in Verwaltungen, Krankenhäusern, Universitäten und Unternehmen, bei Cloudspeichern, Software, Rechenzentren. Mal ganz abgesehen von unseren privaten Geräten, Accounts und Kreditkarten. Die gute Nachricht: Es gibt auch Gegenbeispiele. Etwa die Girokarte als Bezahlkarte in Deutschland. Oder Schleswig-Holstein, das in der Verwaltung von Microsoft Office auf Open-Source-Lösungen umgestiegen ist und so rund 15 Millionen Euro Lizenzkosten pro Jahr spart.
Länge: 32 Min.
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