Code ALT Die besten Klassik-Podcasts für Anfänger und Profis
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Liebe Ohrenfreunde,

heute feiere ich mein 20-jähriges Podcast-Jubiläum. Am 21. März 2005 habe ich meinen allerersten Podcast veröffentlicht - und seitdem hat mich diese Begeisterung nicht mehr losgelassen. Ich freue mich, dass ich heute eigentlich niemandem mehr erklären muss, was ein Podcast ist - wie oft habe ich mir den Mund fusselig geredet! Und ich freue mich, dass es so viele tolle Podcasts gibt, die es immer wieder schaffen, mich zu überraschen, mich zu faszinieren und mich über Stunden zu fesseln. Die ganzen nervigen Sachen am Podcasting (Plattform-Exklusivität, ewig wiederkehrender Video-Hype, hunderte von "ähs" aus Gesprächen rausschneiden etc.) ignoriere ich für heute. Und ich nehme Sie mit in die Welt der Klassik! Es fiel mir wirklich schwer, vier Podcasts rauszupicken – denn es gibt nahezu unendlich viele gute Klassik-Podcasts. Aber mit diesen hier können Sie getrost anfangen.

Wie immer frohes Hören,
Ihre Larissa Vassilian

Bild: Podcastlogo Schoenholtz

schoenholtz

Einmal Teil eines Orchesters sein

Nachdem ich vor kurzem bei einer Generalprobe des BRSO (Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks) war, habe ich diesen Podcast entdeckt. Die Tutti-Geigerin Anne Schoenholtz moderiert ihn seit Juli 2022 und ich bin gerade dabei, ALLE Folgen nachzuhören. Die Musikerin spricht sehr offen und dazu charmant mit Orchesterkolleginnen und -kollegen, mit Solisten, dem Dirigenten Simon Rattle aber auch Stars wie David Garrett und Anne Sophie Mutter über das Leben in diesen ungewöhnlichen Berufen. Sie klärt, wie es ist, mit einem 120-köpfigen Orchester um die Welt zu reisen, welches Instrument das schwierigste ist, ob die Blechbläser am besten feiern können, wieviel man wirklich üben muss, ob es im Orchester auch Pärchen gibt und noch viel mehr. Ich bin begeistert und habe seither die Klassik und diesen Podcast als meine Lieblingsform des Eskapismus in diesen seltsamen Zeiten gewählt.

Länge pro Folge: ca. 45 Min.

 
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klassik to go

Der Spickzettel vor dem Konzert

Manchmal sitzt man in einem klassischen Konzert und denkt sich: Mist, hätte ich doch mal vorher was dazu gelesen. Was hat sich der Komponist dabei gedacht? Was will mir das sagen? Worauf soll ich achten? Natürlich kann man zu den Einführungen gehen, die oft vor großen Konzerten von den Veranstaltern angeboten werden. Man kann auch einfach mal im Internet nachlesen. Oder man abonniert diesen Podcast – denn hier werden in wenigen Minuten zu vielen wichtigen Werken informative oder oft auch skurrile Fakten zusammengefasst – zum Beispiel, dass sich der große Brahms auch gerne mal eine folkloristische Melodie gemopst hat und die also gar nicht von ihm selbst erdacht ist. Also: Vor dem Konzertbesuch mal kurz nachsehen, ob es bei "Klassik to go" eine Episode dazu gibt, hier ist eigentlich alles vorhanden von Bruckner und Ravel bis Mahler, Tschaikowsky oder dem one and only Beethoven.

Länge pro Folge: ca. 5 Min.

 
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das starke stück

Hintergründe zu großen Werken

Noch ein Podcast, der mit kurzen Episoden besticht. Zum Beispiel wird erzählt, dass Strawinskys "Le sacre de printemps" einen Skandal auslöste – es wurde als "Das Werk eines Wahnsinnigen" bezeichnet und als "Ein von Idioten gemachtes Ding". Bei der Premiere kam es zu Tumulten, denn die zur Musik gezeigten Tänze waren für die damalige Zeit wohl skandalös. Ich habe mir vorgenommen, jede Woche eine Podcastepisode zu hören und danach das besprochene Werk. Bis jetzt klappt der Vorsatz ganz gut! 

Länge pro Folge: 7 Min.

 
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alles klar, klassik?

Der wirtschaftliche Teil der Klassik

Während es in den anderen Podcasts um die klassische Musik und das Leben der Musikerinnen und Musiker geht, wird es hier ernster: kann sich klassische Musik heute noch finanzieren? Wie sieht es aus mit Konzertbauten, Subventionen für Tickets und zum Beispiel auch mit Musikrechten und der GEMA? Moderiert wird der Podcast von Dorothea Gregor von der Liz Mohn Stiftung und dem Musikjournalisten Axel Brüggemann, der übrigens auch in einer "Schoenholtz"-Folge zu Wort kommt und dort über die Musikkritik spricht. 

Länge pro Folge: ca. 45 Min.

 
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Motiv der Jubiläumskampagne zu 75 Jahre BR | Bild: BR

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